Die Wetterau braucht ein vernünftiges Breitbandnetz!

Freitag, 15.Januar 2010 von Tobias Gniza

Aktuell, Komunalpolitik, Wirtschaftspolitik

Die Jusos Wetterau unterstützen Landrat Joachim Arnold bei seinen Bemühungen zum Ausbau der Internetinfrastruktur in der Region. Die Blockadehaltung des FDP-geführten hessischen Wirtschaftsministeriums könne man nicht nachvollziehen. „Dass die Anträge des Wetteraukreises mit Hinweis auf einen ‘späten’ Eingang vom Ministerium abgelehnt wurden, ist nicht nachvollziehbar. Landrat Arnold hat bereits mehrfach nachgewiesen, dass alle Anträge fristgerecht eingereicht wurden. Hier treibt die FDP vom Ministerium aus parteipolitische Spielchen mit den Wetterauer Bürgern und Unternehmern.“, so Tobias Gniza, Vositzender der Jusos Wetterau.

Dass schnelles Breitbandinternet heutzutage so wichtig für die Infrastruktur wie Autobahn oder Bahnanbindung sei, steht für die Jusos fest. „Ein vernünftiger Breitbandanschluss spielt für technologieorientierte Unternehmen bei der Ansiedlung genauso eine Rolle wie klassische Infrastrukturkriterien. Wie die FDP ihr unanständiges Verhalten mit dem Anspruch günstige Bedingungen für Unternehmertum zu schaffen, vereinbaren kann, ist uns ein Rätsel.“, so Peter Haas, Sprecher der Jusos Butzbach.

Insbesondere junge Menschen wie Studenten und Schüler seien für Recherchen und die Kommunikation miteinander zwingend auf schnelles Internet angewiesen, weiß Elisa Scaramuzza, Sprecherin der Juso-AG Friedberg zu berichten: „Insbesondere das Studium an Universitäten und Fachhochschulen wird immer mehr durch digitale Angebote erweitert. Wer keine Internetverbindung besitzt, kann diese nicht nutzen und ist im Nachteil. Eine Verbesserung der Versorgungssituation mit Breitbandinternet kann dazu beitragen, mehr junge Menschen in der Region zu halten.“

Teureren und langsameren Alternativen wie Richtfunkstrecken oder Satellitenzugängen erteile man eine Absage. „In meiner Heimatgemeinde Rockenberg-Oppershofen hatten wir über Jahre genau so ein “DSL-OnAir System“. Es war Instabil, zu Stoßzeiten extrem langsam und zudem 3 bis 4 mal so teuer für den Kunden wie ein normaler DSL-Zugang über Telefonkabel. Ich will mir nicht vorstellen, mit dieser Technik ein Gewerbe betreiben zu müssen.“, berichtete Tobias Gniza aus eigener Erfahrung.

Auch die vom Wirtschaftsministerium geforderte Achtelung der Geschwindigkeit bei minimaler Kosteneinsparung lehne man ab. „Warum soll es günstiger sein, ein Achtel der Leistung bei fast gleich bleibendem Preis zu kaufen ?“, fragt Gniza. „Kein Privathaushalt würde so handeln. Insbesondere um teure Nachrüstungen in naher Zukunft zu vermeiden, fordern wir den technisch möglichen und finanziell verantwortbaren Maximalausbau, wie von Landrat Arnold vorgeschlagen.“

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