Suchtkranken helfen, nicht zu Verbrechern machen – für einen modernen Umgang mit Drogen!

Wir fordern eine moderne Drogenpolitik!
Eine Normalisierung im Umgang mit Sucht und Drogen, sowie die Legalisierung von weichen Drogen ist die logische Konsequenz einer wirklichen Modernisierung.

Wir stehen für eine Entkriminalisierung von Suchtkranken, man muss erkennen, dass von Rauschmitteln abhängige Personen nicht zwangsweise kriminell, sondern krank sind und ihnen dementsprechend Möglichkeit zur Rehabilitation bieten.

Eine drogenfreie Gesellschaft existiert nicht und wird auch nie existieren. Nikotin und Alkohol sind gesellschaftlich anerkannte Drogen. Vor allem auch durch den großen Nutzen für den Staat durch Tabak- und Alkoholsteuer. Somit ist es wichtig verantwortungsvoll mit allen Arten von Drogen umzugehen und Sucht als Krankheit anzuerkennen. Egal ob von legalen Mitteln wie Alkohol oder Nikotin, von illegalen Drogen wie Cannabis, oder von Dingen wie Essen, Internet, Arbeit oder Schönheit.

Ein weiterer Schritt in einer moderneren Drogenpolitik wäre die Legalisierung von Cannabis. Das Cannabisverbot, das 1925 auf der Genfer Opiumkonferenz beschlossen wurde, wurde ohne jegliche wissenschaftliche Studie ins Leben gerufen. Alle größeren Untersuchungen in den letzten 100 Jahren zur Gefahr von Cannabiskonsum sprachen sich gegen ein Verbot bzw. für die Entkriminalisierung aus.

Auch untergräbt eine Cannabisprohibition völlig den Jugendschutz. Eine repräsentative Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 2001 zeigte auf, dass 28 Prozent der 12- bis 25-jährigen schon einmal Cannabis probiert oder mehr oder weniger häufig genommen haben. Somit scheint es durch das Verbot einem 14-jährigen Schüler leichter zu fallen an Cannabis zu gelangen, als einem 70-jährigen Krebskranken, dem es helfen könnte.

Auch lässt sich der Markt nicht kontrollieren, solange der Konsum und Besitz von Cannabis verboten ist. Der Cannabis Preis auf dem Schwarzmarkt ist im Vergleich zu den Zeiten, in denen der Konsum legal war enorm gestiegen. Nur durch das Ende des Verbots lässt sich der Schwarzmarkt eindämmen, Cannabis besteuern und der Jugendschutz effektiver durchsetzen.

Andererseits darf auch der Umgang mit gesellschaftlich akzeptierten Drogen nicht verharmlost werden und die Abgabe von hartem Alkohol oder Tabak an Jugendliche muss weiter verhindert werden. Wir dürfen Sucht nicht verbieten, sondern müssen die Krankheit bekämpfen.

Kontakt

Unterbezirk der Jungsozialist*innen in der SPD Wetterau
c/o SPD-Unterbezirk Wetterau
Kleine Klostergasse 16
61169 Friedberg

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Tel. 06031-13388

Vorsitzende: Sarah Krampitz

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